Spezialfolge Wir reden mit!

Shownotes

Normalerweise machen wir migrantische Stimmen sichtbar und hörbar.
Wir finden es aber wichtig in einer Stadt wie Berlin auch über das Thema Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit zu sprechen.
In dieser Folge möchte wir für das Thema Obdachlosigkeit sensibilisieren und darauf hinweisen, dass am 11. September der Tag für die Rechte von obdachlosen Menschen ist.

Ich spreche mit Uwe Merthens darüber, wie man sich eigentlich für Menschen, die bereits Wohnungslos sind oder Menschen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind, engagieren kann. Über eine Million Menschen in Deutschland sind von Wohnungsnot betroffen – für viele bleibt sie dennoch unsichtbar. Uwe spricht offen und ehrlich als Erfahrungsexperte über seine schwierige Zeit, aber vor allem auch wie er sie überwunden hat. Er ist nun engagiert und streitet für Mitbestimmung, strukturelle Veränderung und Rechte für von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen und hat und scheut sich nicht die Verantwortlichen aus Senat und Politik direkt zu adressieren.

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00:00:05:

00:00:13: Wir reden mit Stimmen aus Norköln sichtbar und Törber machen.

00:00:17: Heute mit einer Spezialfolge!

00:00:19: Wie ihr wisst, normalerweise machen wir migrantische Stimmen.

00:00:22: sichtba und törber befinden es aber wichtig in einer Stadt wie Berlin auch über das Thema Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit zu sprechen.

00:00:31: In dieser Folge möchte ich zusammen mit Uwe Mertens für das Thema obdachlosigkeit sensibilisieren und darauf hinweisen dass am elften September der Tag für die Rechte von obdachtlosen Menschen ist.

00:00:43: Ich spreche mit Uwe darüber, wie man sich eigentlich für Menschen die bereits wohnungslos sind oder Menschen die von Wohnungslosigkeit betroffen sind engagieren kann.

00:00:52: Über eine Million Menschen in Deutschland sind von Wundungsnot betroffen.

00:00:56: Für viele bleibt sie dennoch unsichtbar.

00:00:59: Uwe spricht offen und ehrlich als Erfahrungsexperte über seine schwierige Zeit aber vor allem auch wer sie überwunden hat.

00:01:06: Er ist nun engagiert und streitet für Mitbestimmung, strukturelle Veränderungen und Rechte für von wohnungslosigkeit betroffene Menschen.

00:01:14: Und scheut sich nicht die Verantwortlichen aus den Naht- und Politik direkt zu adressieren!

00:01:19: In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß beim Hören!

00:01:30: Ja guten Tag.

00:01:31: Ich begrüße euch zur neuen Folge.

00:01:33: Wir reden mit.

00:01:34: Ich habe heute einen neuen Gast in Uwe von UFO Und ich bin sehr, sehr froh, dass ich Ihnen gewinnen konnte.

00:01:41: Weil wir haben eine Kooperation im Moment am Laufen da es jetzt nebenmitreden in Neukölln auch die Kompetenzstelle für aufsuchende politische Bildung gibt Suchen wir eben Initiativen, die aufsuchen.

00:01:54: Das heißt draußen an Orten, auf Straßen, auf Plätzen für ihre Themen sensibilisieren und da auch laut sind.

00:02:04: Und das sind nicht nur Aktivistinnen – das sind auch Menschen, die selbst betroffen sind und ganz viel Lebenserfahrung mitbringen und wir nur davon lernen können!

00:02:14: Daher sage ich erst mal schönen guten Tag Uwe, schön dass du da bist.

00:02:18: Ich freue mich sehr.

00:02:18: Hallo

00:02:19: Ja, hallo.

00:02:20: Ich sage auch erstmal Hallo und danke dass ich heute dabei sein darf und dass sich unsere Union für Obdachlosenrechte vorstellen darf und insbesondere auch das Sprachcafé hier in Neukölln wo ich seit Neußen die Leitung übernommen habe.

00:02:39: Und ich leite auch schon seit März, den Sprachcafé in Mitte auf der Fischerinsel im Kreativhaus und bin inzwischen da.

00:02:52: auch sehr glücklich dass wir zwei Jahre das durchziehen und kontinuierlich auch mit vier fünf Menschen dort immer in Kontakt sind.

00:03:02: Genau, super!

00:03:02: Jetzt hast du dich quasi schon selber vorgestellt.

00:03:05: Dann bleibt mir gar nicht mehr viel, viel übrig.

00:03:09: Du bist quasi der Leiter vom Sprachcafé von UFO aber bist ja auch Mitgründer, nehme ich mal an, von UFO.

00:03:17: und für alle die das gar nicht kennen... Was ist eigentlich UFO, was macht Ufo überhaupt?

00:03:22: Die Union für Obdachlosenrechte Berlin – kurz UFO – ist eine unabhängige und selbstbestimmte Interessensvertretung bestehend aus wohnungslosem und ehemalswohnungsnosen Menschen und ihren Verbündeten.

00:03:36: Ufo Berlin verfolgt das langfristige Ziel, Wohnungslosigkeit zu überwinden und das Recht auf Wohnen durchzusetzen Unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und selbstbestimmter Wohnform.

00:03:49: Die Union für abdachlosen Rechte Berlin bringt also Menschen mit Wohnungslosigkeit, die Erfahrung mit Wohnumslosigkeit haben zusammen.

00:03:58: Ist das erstmal so richtig Uwe?

00:04:00: Macht ihr das alles?

00:04:01: Das ist komplett richtig.

00:04:03: und ich möchte noch mal eben so ein bisschen zu der Geschichte auch was erzählen, wie die Union für Obdachlosenrechte vor drei Jahren entstanden ist.

00:04:15: Es ist quasi aus dem Projekt Zeit der Solidarität, Zeit für Gespräche entstanden.

00:04:23: Damals war es in zweiundzwanzig Jahren noch die Pandemie, wo es halt eben schwierig war auch zählende Hilfen zu gewinnen.

00:04:30: Dadurch hat sich ein Team gebildet, die dann halt eben an Tagestätten-Essensausgaben insgesamt zweihundert acht obdachlose Personen befragt haben nach ihren Wünschen, Bedürfnissen.

00:04:47: Und aus diesen Ergebnissen die im Dezember twenty-two vorgestellt worden ist es dann letztendlich die Union für Obdachlosenrechte im Frühjahr zwei tausenddreiundzwanzig entstanden.

00:05:00: ich bin Aus meiner Wohnungslosigkeit, denn dazugekommen.

00:05:06: Ich habe bis von März bis September ... ... zweiundzwanzig selber sechs Monate wohnungslos war ich und hatte dann wieder eine Wohnung bekommen, hatte dann das Angebot bekommen mitzumachen dort Befragungen und bin dann dabei geblieben und hab seitdem die Union für Obdachlosenrechte mit meiner Hilfe aufgebaut.

00:05:31: Ja, das ist wirklich glaube ich auch einzigartig für Deutschland.

00:05:35: Kann man das so sagen?

00:05:36: Das gab es vorher schon andere solche Unionen oder Vereine die sich selbstständig gegründet haben aus der eigenen Interesse sozusagen eine Vereinigung gebildet haben.

00:05:47: und kennst du sonst welche?

00:05:49: In dieser Form?

00:05:50: tatsächlich sind wir deutschlandweit... oder auch tatsächlich Europa war die Ersten, die sich in dieser Form gegründet und gebildet haben.

00:06:03: Dieses gab es tatsächlich vorher noch nie.

00:06:07: Und das ist halt eben auch was es uns ausmacht dass wir die Erfahrungsexperten, die keine Erfahrung gesammelt haben bei den Befragungen und Interesse daran behalten haben.

00:06:28: Und auch in den drei Jahren die Menschen, die wir dann geholfen haben, dabeigeblieben sind.

00:06:39: Weil die Hälfte Unsere Gruppe ist tatsächlich Wohnungsobdachlos inzwischen, die wir haben.

00:06:50: In den letzten drei Jahren.

00:06:52: Ja du hast ja auch gerade etwas von der sorgenden Stadt oder solidarische Stadt erzählt.

00:06:57: Das ist so ein Konzept was eigentlich immer stärker auch in der politischen Bildung zum Glück von Gewicht ist also alltagspolitische Themen zu verbinden mit der sorgenden Stadt.

00:07:09: Also diese Konzepte zählen darauf ab, dass Menschen und Institutionen gemeinsam soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern.

00:07:18: Das sind natürlich sehr große Worte aber das hat sich die Stadt Berlin eben auch vorgenommen.

00:07:24: hoffentlich und wird sie auch weiterhin um eben auch Verringerungen und Ungleichheiten eigentlich zu reduzieren.

00:07:32: Ja, was verstehst du denn persönlich dazu?

00:07:34: Ist das eher so eine Utopie?

00:07:35: oder würdest du sagen, wenn wir alle zusammenhalten und solidarisch miteinander umgehen und eher so soziale Fragen also menschenrechtsbasierte Themen in den Vordergrund stellen.

00:07:47: Dass dann es doch eine Chance gibt dass wir vielleicht die Wohnungslosigkeit irgendwann abgeschafft haben?

00:07:53: Oder genau!

00:07:54: Was verstehst Du eigentlich selber untersorgende oder solidarische Stadt wäre meine Frage.

00:07:59: Ich verstehe da tatsächlich drüber, dass wir auf der politischen Ebene, wo ich auch selber sehr tätig drin geworden bin in der Politik immer sagen müssen um was es wirklich geht und wo es daran hakt.

00:08:24: dass wir späte Herbst letzten Jahres hier in Neukölln ein Problem mit einem Wohnheim hatten, wo wir die Anfrage bekommen haben ob wir da unterstützende Hilfe oder tatsächlich auch Hilfe leisten können.

00:08:41: Wir wollten auch nur auf der politischen Ebene die Hilfe leisten, was wir auch getan haben und wo dann letztendlich wirklich daraus herausgekommen ist.

00:08:54: Das ist wo es denn zur Anhörung kam vor Gericht dass es einen Vergleich gab das der Bezirksstaatsrat zurück rudern musste sich mit dem Betreiber des Wohnheimes zusammensetzen musste und alles neu aufstellen Die Wohnheimplätze, fünftig an der Zahl.

00:09:14: Vor Weihnachten tatsächlich noch gerettet waren, dass das Heim wieder voll belegt werden konnte.

00:09:21: Und das sind Ziele und Aufgaben von uns die wir wollen und das andere große Ziel was wir politisch auch verfolgen wo wir auch eine Abschlussveranstaltung im Juni diesen Jahres haben und vorher schon im Mai eine Beschwerdestellenwoche machen werden.

00:09:46: Und da geht es halt eben, dass ist eine offizielle Beschwerdestelle auf Senatsebene und nicht nur auf Bezirks-Ebene sondern für Berlin komplett eingerichtet wird wo die Beschwerden auch wahrgenommen werden das sie an den Stellen bekommen, dass die da nicht irgeln wie auch Veröden oder so sondern zu einem bestimmten Zeitpunkt wahrgenommen werden und auch bearbeitet werden müssen.

00:10:12: Das sind so Merkmale und Ziele wo wir halt eben auch die politische Aufmerksamkeit dadurch erreichen.

00:10:23: Ja, ich hatte ja auch vor zwei Wochen zum Glück das Vergnügen auch eure Mannwache am Roten Rathaus besuchen zu dürfen.

00:10:31: Das war wirklich auch einzigartig!

00:10:33: Ihr hattet da unterschiedliche Projekte dabei.

00:10:36: Auf jeden Fall da am Roter Rathause hattete ihr wirklich so einen ganzen Tag die Möglichkeit für das Thema Obdachlosigkeit aber auch die Gefacke.

00:10:44: Es sind ja auch so viele Menschen, die einfach von Wohnungslosigkeit bedroht sind weil sie wissen Der Besitzer meiner Wohnung möchte nicht mehr, dass ich da wohnen bleibe und möchte da selber drin wohn.

00:10:56: Und schupps hat man schon keine Wohnung mehr.

00:10:58: also es kann ja wirklich tatsächlich jeden treffen und auch sehr schnell treffen.

00:11:03: hast du aus deiner Erfahrung?

00:11:06: irgendwie kannst du das festmachen was so die Hauptgründe sind oder gibt.

00:11:10: es gibt ja wirklich wahrscheinlich auch viele Schicksalsschläge.

00:11:14: Das kann wirklich jeden Menschen passieren, dass man dann auf einmal keine Wohnung mehr hat.

00:11:18: Aber was sind so, würdest du sagen die Hauptursachen?

00:11:21: Dass Menschen dann auf

00:11:22: mal

00:11:23: keine Wohnung

00:11:24: haben?

00:11:25: Die Hauptursache, die sind tatsächlich seit vier Jahren durch den Angestkrieg auf die Ukraine verstärkt eingetreten weil die Lebenshaltungskosten ich sage gezielt Lebenshaltungskosten.

00:11:42: Das sind nicht nur die Energiepreise, die immens um bis zu siebzig Prozent gestiegen sind sondern halt eben auch die Lebensmittel und alles was Für die Wohnung, was man dann auch alles ... Man kann sich letztendlich von dem Gehalt was man verdient.

00:12:04: Gar nicht mehr die Wohnung wirklich richtig leisten und dann kommt halt eben auch der Charmeffekt dazu dass man sich nicht wirklich richtig traut und ruckzuck ist dann der Weg nach draußen auf die Straße und das man halt eben aus der Wohnung rausgeklagt wird oder halt eben wirklich zwangsgeräumt, wegen Mitschulden und wir wissen alle.

00:12:32: Wir müssen darüber nicht reden wie der Wohnungsmarkt in Deutschland nicht nur in Berlin auch in Deutschland insgesamt ist.

00:12:40: und dann führt der Weg halt eben tatsächlich in ein Wohnheim was absolut unschönes überhaupt nicht was ich keinen empfehle oder tatsächlich wirklich bei Freunden Bekannten oder letztendlich auch auf der Straße und politisch wird nicht dagegen gesteuert.

00:13:04: Ich kann noch zu der Mahnwache noch genau was zu erzählen, es war eine super wirklich tolle Veranstaltung weil wir das Glück hatten dass die Ostdeutsche Ministerpräsidentenkonferenz mit den Bundeskanzler im Roten Rathaus stattfand Und bisher waren die Mahnwachen immer vor dem Roten Rathaus und diesmal mussten wir auf der anderen Straßenseite ausweichen.

00:13:33: Entsprechend konnten wir die Mahndwache größer gestalten, besser gestalten und mehr Aufmerksamkeit erregen – nur in der Politik aber nicht!

00:13:45: Die hat sich null interessiert….

00:13:48: Ich konnte gerade, war ich mit meinem Redebeitrag dran und da kam unser Herr Bundeskanzler.

00:13:57: Ich habe ihn dann auch direkt mit Namen, Herr Dr.

00:14:00: Friedrich Merz.

00:14:02: Kommen Sie doch eben kurz rüber!

00:14:03: Ich möchte sie begrüßen.

00:14:05: Es interessierte ihn gar nicht.

00:14:07: Wichtiger waren das er zum Mittagstisch kamen.

00:14:10: Rucki Zucki ab ins Moderatos – und das ist halt eben keine Politik für

00:14:14: mich.".

00:14:15: Und wenn wo die Konferenz zu Ende war, Die Fahrzeuge der Ministerpräsidenten wurden schön vorm Roten Rat aus.

00:14:24: Vom rotem Teppich gekart so dass die Menschen die Ministerpräsidentin schön ins Auto steigen konnten.

00:14:33: Drei Minuten Zeitnahme war Frau Manuela Schwesig, die mit Nicole Lindner, die Gründerin und Veranstalterin von der Mahnwache sich unterhalten konnte.

00:14:47: Es kam aber nicht ganz viel darüber, aber Sympathie wurde hier zugesandt!

00:14:53: Und ich möchte sagen, die MahnWache wird wichtiger denn je, weil ... Unsere Politikversagen und auch keine Bundesregierung ist einfach nicht mehr zu ertragen.

00:15:08: Ganz aktuell sehe ich das so durch den Angestkrieg von Israel auf den Iran, die übertollerten Benzinpreise, Energiepreise die wieder entstanden sind Zwei Drittel der Menschen.

00:15:29: Ich persönlich bin Frührentner bzw.

00:15:33: Erwerbsminderungsrente, ich bekomme kein Zentpondem, was die da ausgehandelt haben.

00:15:40: Und ich frage mich immer wo bleiben diese Menschen?

00:15:44: Da wird gar nicht darüber nachgedacht und das ist ein politisches Versagen für mich.

00:15:50: Ja, du hast ja auch eben schon erwähnt, dass ihr auch sehr intersektional betroffen seid.

00:15:56: Also damit ist ja gemeint, man ist schon von Armut betroffen dann ist man vielleicht aber auch noch von anderen des Krimineerungsformen betroffen.

00:16:06: also ich glaube schon das Rassismus, Klassismus Sexismus, Queerfeindlichkeit.

00:16:13: Auch immer schon ein Grund dafür ist dass es man einerseits schon nicht wirklich teilhaben kann oder Diskriminierung erfährt im Alltag auf der Arbeit zwischenmenschlich in Institution war auch immer und dann kommt eben aber auch noch in schlimmster Form die Armut das man wirklich seine Wohnung verliert dann wohnungslos wird.

00:16:36: Also diese Verschränkung finde ich irgendwie ganz interessant, aber natürlich auch sehr gravierend und macht mir sehr starke Sorgen wo wir eigentlich als Gesellschaft zu landen wenn wir eigentlich auch im Grundgesetz sowas wie die Würde des Menschen ist und an TASPA natürlich sehen wo es unsere Menschlichkeit geblieben wenn es doch darum geht in einer solidarischen Gesellschaft eben Minderheiten vor allem die Schwächsten zu schützen.

00:17:02: Da mache ich mir starke Sorgen.

00:17:04: Auch so muss ich ehrlich sagen in der politischen Bildungswelt sieht es ja gerade danach aus, dass viel gekürzt wird noch mehr gekürzt wird und in dem Sinne ist dieses Allyship auch immer schwieriger.

00:17:19: also die Spaltung wird größer anstatt sich zu verbünden.

00:17:23: Und gerade Minderheiten, sei es eben Menschen die queer sind oder von Rassismus betroffen haben ja eigentlich meistens viel Empathie, würde ich jetzt mal sagen mit Menschen die vielleicht sehr stark ausgedrenzt sind weil sie das vielleicht selber auch erfahren haben.

00:17:42: Aber man kann wahrscheinlich auch nicht pauschalisieren, dass nicht vielleicht auch queere Menschen gegen Obdachlosigkeit komische Argumente auffinden.

00:17:52: Zum Thema auch Solidarität zeigen – es gab am XXIII.

00:17:56: März ja eine Demo und eine Solidemo die hieß kein Abriss, keine Verdrängung Mieterin schützen bezahlbare Wohnungen zu retten.

00:18:06: Genau, Thema Habersatzstraße vierzig bis achtenvierzig das ist wirklich ein sehr großes Thema und Uwe du bist da ja auch sehr stark engagiert und involviert.

00:18:17: genau ganz kurz vielleicht worum es geht.

00:18:20: Genau so in der Habersatzstraße wird seit Jahren versucht, Menschen mit Drohungen und Gewalt aus ihren Wohnungen zu vertreiben.

00:18:27: Seit mehreren Monaten leben also die Mieterin ohne Heizung und Warmwasser.

00:18:32: Leerstehende Wohnungen werden im Auftrag des Vermieters demoliert, Türen eingetreten, Sanitäranlagen zerstört usw.

00:18:41: Also das hört sich nach einer ziemlich starken und schlimmen Verdrängung einfach an.

00:18:47: Und das sind alles so Dinge, wo man wirklich denkt.

00:18:49: Das ist alles andere als solidarisch oder?

00:18:52: Aber genau!

00:18:53: Ihr habt diese Demo ja auch mit organisiert und du hast da auch eine Rede gehalten.

00:18:58: Was sind da nochmal eure Forderungen?

00:19:02: Wie würdest du sagen hat sich da was geändert?

00:19:06: würde das Thema eher in den Nachrichten präsent?

00:19:10: Ist da mehr Sensibilisierung in der Gesellschaft jetzt einfach etwas zu teilen möchtest?

00:19:16: Ja zu der Habersatzstraße kann ich aktuell wirklich sagen, an der Demo am

00:19:22: XXIII.,

00:19:24: die auch sehr im Zusammenhang mit der Mahnwache stand.

00:19:29: Die da auch sehr thematisiert worden ist war eine große Demo, die am Roten Rathaus gestartet ist und zwischendurch noch ein Stopp gemacht hat wo einen Haus auch genau so in der Sanierungsfalle geraten ist, was verkauft worden ist im Winter letzten Jahres und hochmodern saniert werden soll.

00:19:58: Die Mieten bis zu siebzig Prozent steigen ein Kiosk das er seit Anfang der Neunzigerjahre dort entstanden ist, also kurz nach der Wende haben die sich da niedergelassen und aufgemacht.

00:20:14: Ein Späti!

00:20:16: Und im Innenhof ist eine physikalische Praxis auch seit Anfang der neunzigen Jahre sehr wichtig für den Ort und für die Nachbarschaft die auch traumatisierte Kinder behandeln.

00:20:36: und es ist schon eine Luxusanierung im Hinterhof mit den Wohnungen passiert.

00:20:41: Und die Praxis kann gar nicht mehr wirklich richtig arbeiten, die Kinderarbeit mussten sie schon aufgeben weil die Kinder noch mehr traumatisiert wurden durch den Baulärmen und schreiend aus der Praxis rausgenommen werden mussten.

00:20:58: Der Bauherr und Besitzer des Hauses nimmt die Klagenbeschwerin nicht wahr, reagiert er später.

00:21:07: Und gibt die Pazie geantwortet ja.

00:21:09: warum beschweren sie sich da nicht richtig?

00:21:12: Das ist der eine Punkt.

00:21:13: und jetzt nochmal zurück zu der Habersatzstraße.

00:21:18: Es ist ja allgemein bekannt, dass der die Real-Estät mitgesellschaft weltweit viele viele Häuser einfach aufkauft und in der Habersatzstraße die Papageienhaussiedlung.

00:21:35: In den neunziger Jahren kernsaniert worden, hat eine Solardach-Anlage drauf.

00:21:42: Ist in dem besten Zustand.

00:21:45: Die Wohnungen hätten nur auf Vordermann und trotzdem hätte man da sehr gutes Geld machen können.

00:21:50: Nein!

00:21:50: Es sollte abgerissen und eine Megaluzusblock dahingesetzt werden.

00:21:56: Nur weil das Bundespresseamt nebenan ist Luxuswohnungen vermietet werden können für die Gäste, die da kommen und dergleichen.

00:22:06: Dieses ist von denen so gedacht.

00:22:09: Inzwischen fällt Herr Pichotta, der Geschäftsführende auch langsam über seine Beine da selber.

00:22:17: Er hat nach meinem Kenntnisstand etwas zurückgerudert.

00:22:21: Es gibt ein Hostel.

00:22:24: Das will er wohl gerne dann nutzen, Kern sanieren aufstocken und da das Projekt durchführen.

00:22:32: was er mit dem ganzen Block machen wollte sind die Spekulation die so genannt worden sind.

00:22:41: Und die anderen Wohnungen muss er natürlich die Wild- und Kaputtgeschlagen hat natürlich auch seine Kosten wieder sanieren.

00:22:53: Da wird sich aber zeigen, was dann passiert?

00:22:56: meines Wissens.

00:22:58: So wie ich es heute noch gelesen habe ist am nächsten Mittwoch eine erneute Klage diesmal Amtsgericht am Tiergarten in Moabit wo er dann wohl denn eine entsprechende Verlusturteil wieder zu und dann reagieren muss dass es da etwas passiert.

00:23:20: Weil es ist ja im Januar hat er nochmal richtig zugeschlagen und wirklich alles da kaputt gemacht.

00:23:27: Und nicht mal die Bezirkspolitik mit der Bezirktsbürgermeisterin mehr ins Haus gelassen, vor der Tür abgewiesen selbst.

00:23:38: Die Polizei war machtlos und konnte nicht den Zutritt gewähren.

00:23:44: Und am Demotag Abschlussdemo, die wir noch einmal gut bekommen haben.

00:23:52: Und dann wollten wir uns nach der Demo um sechzehnunddreißig in einen Kaffee setzen, noch ein Kaffeedrinken kam ein Anruf von die im Hause da wohnen und auch noch so kampieren eine Wohnung brinnt.

00:24:06: Der Brand ist so gelegt worden dass der Hinterhof da sind noch Hütten und so auch in Gefahr standen.

00:24:15: also es war da schon ein provozierter heißer Abbruch in der Richtung gelaufen.

00:24:21: Und das fand ich eine ganz, ganz böse Geschichte die da noch passiert ist.

00:24:26: und dieses ist leider immer wieder in Berlin machbar weil die Gesetzeslagen es einfach nicht zulassen dass die Willkürlichkeit eingeschränkt werden kann.

00:24:46: Die Landespolitik gerade auch jetzt im Wahlkampf Versucht zwar irgendwie mit Worten da was zu machen, aber ob die Taten auch tatsächlich folgen.

00:24:56: Ich bin dann nicht von überzeugt!

00:24:58: Vielen Dank, dass du noch mal so ausführlich darüber gesprochen hast.

00:25:01: Und es ist auch total wichtig und das ist ja auch Sinn dieses Podcast Stimmenhörber zu machen und bestimmte Probleme und politische Themen die sonst auch so unter den Teppich gekehrt werden, dass dir auch mal gehört werden und dass wir alle mehr sensibel dafür werden.

00:25:17: Ja dann würde ich sagen vielen Dank erstmal!

00:25:19: Wir machen noch einen zweiten Teil wo wir über Strategien- und Handlungsmöglichkeiten.

00:25:30: Hallo, ich begrüße euch ganz herzlich zum Podcast.

00:25:33: Wir reden mit.

00:25:35: Wir möchten heute noch mal mit Uwe Mertens sprechen bzw sitzen wir hier im Nachbarschaftshaus an der Urbahnstraße und können in einem sehr schönen Raum uns zusammen unterhalten weil letztes Mal haben wir leider nicht alles geschafft worüber wir reden wollten zu beenden.

00:25:52: Deswegen haben wir einfach gedacht, wir machen jetzt nochmal weiter mit einem zweiten Teil.

00:25:57: Erst mal hallo Uwe wie geht's dir heute?

00:26:00: Hallo!

00:26:01: Freue mich dass ich wieder dabei sein kann.

00:26:03: mir geht es heute richtig gut weil ich eine Mehl heute bekommen habe wo ich mich gleich noch zu äußern werde.

00:26:11: Das freut mich erstmal, dass es dir gut geht.

00:26:14: Ich finde auch eben im Garten draußen zu sitzen bei euch hier im Nachbarschaftshaus aber auch richtig schön in der Sonne und es gab kostenloses Essen auf Spende mit richtig viel Herz zubereitet.

00:26:28: Danke dafür auch nochmal!

00:26:31: Und ja ich würde dich gerne erst mal fragen... Ja, was hat dich so biographisch irgendwie motiviert jetzt politisch zu sein oder was möchtest du überhaupt aus deiner Biografie teilen?

00:26:43: Das ist natürlich auch ein sehr interessanter Punkt und wer dich halt kennenlernt der merkt gleich.

00:26:50: Du bist eine ganz wahnsinnig spannende Person die glaube ich sehr viel erlebt hat aber auch eben den Mund aufmacht.

00:26:58: daher genau!

00:26:59: Was möchteste du aus seiner Biografi teilen?

00:27:01: also ganz frei

00:27:03: Da kann ich tatsächlich auch anfangen, nämlich jetzt zum achten Jahr, dass meine Ehe, die ich damals noch in Notterschlange führt habe zu Ende ging und das mein Partner nicht mehr mit mir zusammenleben wollte.

00:27:25: Ich darf schon die ersten Erfahrungen mit Wohnungslosigkeit gesammelt haben halt eh bei Bekannten untergekommen bin und sich der Weg dann irgendwie nach Berlin ebnete, weil ich dann hier in Berlin jemanden kennengelernt habe zu den ich dann gezogen bin.

00:27:47: was dann aber auch alles nicht so super toll lief und eine kurze Obdachlosigkeit von sechs Wochen hatte, und dann eine Wege gefunden die anderthalb Jahre gut lief.

00:28:02: Und anschließend kam es da zu Unstimmigkeiten bis hin zu einer Zwangsräumung in der ich hereingezogen worden bin unschuldig.

00:28:13: Ich zahlte meine Miete und alles ist gezahlt, aber der Vermieter hatte fast der WG.

00:28:17: Halt eben ein halbes Jahr keine Miete gezahlt und es dann nach eineinhalb Jahren stand der Gerichtsverzieher vor Tür und Volta und Zwangshäuen.

00:28:27: Dann begann mein Leidensweg hier in Berlin tatsächlich wirklich richtig dass ich ein halbes jahren wirklich wohnungsobdachlos gewesen bin das Leben anderer auf der Straße kennengelernt habe, aber auch Unterstützung und das betone ich immer wieder.

00:28:48: Das hatte ich dann auch, da komme ich gleich noch drauf bei Herrn Begner im Bürgergespräch immer wieder erwähnt wie wichtig Nachbarschaftshäuser Stadtteilzentren sind um Unterstützung zu geben.

00:29:00: Ja danke dass du das geteilt hast.

00:29:03: daran sieht man eben auch wie schnell es eigentlich auch einfach jeden passieren kann.

00:29:08: also man kann ja selber oft überhaupt gar nichts dafür und man hat sich nie Sorgen gemacht eigentlich über Wohnraum und über ein eigenes Zimmer.

00:29:19: Und dann ist der Vorgänger sogar irgendwie daran beteiligt, dass man auf einmal raus muss.

00:29:26: Also man ist komplett... Unschuldig in Anführungszeichen, man hat überhaupt nichts falsch gemacht und so schnell kann das eben gehen.

00:29:33: Und das finde ich auch nochmal ist für uns auch wichtig zu hören und auch wichtiges Expertenwissen weil du warst ja nun mal auch zum Glück nicht lange ohne Wohnung.

00:29:45: Du hast gesagt sechs Wochen und dann wieder über Freunde dann wieder Zimmer oder eine Wohnung gefunden.

00:29:52: So geht es ja zum Glück auch den meisten Menschen.

00:29:55: Aber genau, ich glaube die Dunkelziffer ist sehr hoch dass wirklich auch Menschen in Berlin eben keinen Wohnraum finden kein Zimmer finden.

00:30:04: selbst Studierende, die jetzt angefangen haben hier zu studieren finden keine Zimmer und müssen dann von WG zu WG Und dann haben in dem Sinne auch keinen Wohnraum sind ohne Wohnung.

00:30:18: Dann kann es wirklich auch schnell passieren das man ohne irgendwas dazu beizutragen auf der Straße ist.

00:30:26: Das soll jetzt nicht schockieren oder Angst machen, ich wollte nur noch mal unterstreichen dass es wirklich schneller gehen kann als man denkt.

00:30:34: Ganz genau und in meiner Situation, das möchte ich nämlich auch nochmal eben damit zu sagen.

00:30:41: Wenn man dann so einer Situation reinkommt und nicht auch noch sich Hilfensucht, kann es ganz schnell passieren dass wenn man zwangsgeräumt wird mit in der Zwangsräumungsklage erscheint und ganz heftig ein Schuldenstrudel kommt bei mir nämlich gewesen wäre.

00:31:07: Damals wurden fünftausend sechneut Euro Verfahrenskosten von mir verlangt.

00:31:14: Ich habe mich dann aber beraten lassen, mit dem Gerichtszollzieher und der hat mir halt eben die Tipps genannt, die für mich wichtig sind.

00:31:26: Das teile ich euch auch gerne mit weil das ist nämlich wirklich so wenn ihr in so einer Situation kommt.

00:31:34: Sprecht offen mit den Gerichtsvollziehern!

00:31:37: Der ist immer für euch da!

00:31:40: Räumt frühzeitig die Wohnung, das Zimmer oder die WG und gib den Schlüssel ab.

00:31:50: Tagt den Gerichtsvollzieher Bescheid ihr habt die Wohnräumlichkeiten verlassen und dann seid ihr aus dem Verfahren raus.

00:31:57: ganz wichtig!

00:31:59: Das möchte ich noch einmal eben dazu sagen.

00:32:02: und natürlich war ich damals dass es vor vier Jahren gewesen Das war nicht nur, dass ich vier Jahre davor meine Trennung von meinem Partner habe.

00:32:13: Dann hab' ich diese Situation erleben müssen und das sage auch immer wieder wie wichtig halt eben auch ein Stadtteilzentrum da auf der Fischerinsel des Kreativhausen.

00:32:25: Das hatte mich dann halt eben sehr auch unterstützt und mir eine Mütlichkeit dann gegeben, nachdem ich im Wohnheim nicht mehr leben konnte.

00:32:34: Hatten die mir eine Möglichkeit gegeben dass sich für drei Monate relativ guten Schlagplatz hatte, wo ich mich auch mit Körper pflege und leichte Essenversorgung aufhalten konnte bis sich dann halt eben auf der Fischerinsel in Mitte über die Berliner Wohnungsangebote bekam.

00:32:57: Und meine jetzige Wohnung, die ich im September dann auch jetzt schon vier Jahre habe bekommen hab Einraumwohnung, eine große Einraum-Wohnung.

00:33:10: Ich habe einen sozialen Mietvertrag von der Vorgängerin an den Dorf dich übernehmen und zahl halt eben auch eine günstige Miete und hab'n ganz, ganz halle Aussicht!

00:33:21: Ich wohne in einem siebzehnten

00:33:22: Etage!".

00:33:25: Das ist ja bestimmt ein Traum ne?

00:33:27: Dann bist du fast auf der Höhe vom Fernsehturm oder was?

00:33:31: Schön!

00:33:33: Genau Du hast ja gerade schon ganz, Ganz wertvollen Tipp auch gegeben,

00:33:36: ne?!

00:33:37: Das finde ich so wichtig.

00:33:39: Ich würde jetzt gerne mal wissen, wenn jetzt zum Beispiel eine wohnungslose junge Frau um die zwanzig sage ich mal, die wirklich unverschuldet auf der Straße gelandet ist weil sie als Studentin sozusagen dringend ne Wohnung suchte und nichts gefunden hat und vielleicht auch dann kein Nebenjob hat, wenn ihr sich zum Beispiel bei euch meldet.

00:34:04: Hey Ufo!

00:34:06: Kein Platz, wo ich wohnen kann.

00:34:08: Könnte mich da vermitteln?

00:34:10: Könnte mir da Wohnraum vermittelen?

00:34:11: Habt ihr da Tipps?

00:34:12: Was soll ich machen?

00:34:14: Also was wären so die ersten Schritte?

00:34:20: Direkt Wohnraumvermitteln können wir natürlich nicht!

00:34:24: Aber es gibt ja die Wohnung und Notfallhilfe, wo wir oft immer wieder drauf verweisen beim Sozialamt dass man da erst mal hingeht.

00:34:35: Es gibt halt eben was nicht immer das Feinste ist, aber zumindest für einen gewissen Zeitraum dass man da auch erst mal zumindest ein Dach übern Kopf hat die sogenannten Wohnheime.

00:34:47: Die Asak-Wohnheime kann ich nicht empfehlen, aber es ist auf jeden Fall erstmal die richtige Lösung dieses zu nutzen.

00:35:01: oder halt eben wirklich ein Freundes- oder Studentenkreis.

00:35:05: Oder wie ihr seid versuchen da irgendwie Möglichkeiten zu finden.

00:35:11: Es ist halt eben weiter noch sehr, sehr schwierig in Berlin.

00:35:16: die politischen Gegebenheiten wollen und sollen sich ändern.

00:35:22: Und daran arbeiten wir auch sehr stark von Ufo.

00:35:26: Das ist ein Teil unserer Wahlkampfstrategie dass wir halt eben Wohnräume in möglichst vielen Gegegenheiten geben.

00:35:38: erstellt werden müssen halt eben auch Lagerräume, Büros die leer stehen.

00:35:47: Auch Hotels sieht nicht mehr wirklich für Altshotel genutzt werden können entsprechend gesetzliche umgeändert werden so dass es halt eben daraus auch Wohnraummöglichkeiten entstehen.

00:36:03: Genau tatsächlich die Frage nach Büroräumen für abends oder nachts sogar zur Verfügung zu stellen.

00:36:11: Ich glaube in anderen Großstädten ist das schon weiter, ich weiß nicht wie weit Berlin da ist.

00:36:17: es war glaube ich auch mal eine Zeit der Corona-Zeit wo das vielleicht auch mal mehr irgendwie dafür sensibilisiert würde so von wegen alle möglichen Büroräume sind leer.

00:36:29: Die meisten Büroangestellten sind bequem zu Hause im Homeoffice und die Büroräume sind leer, da war das mal so glaube ich ein Anstoß wahrscheinlich aber auch von selbst organisierten Gruppen.

00:36:41: vielleicht wart ihr sogar dabei?

00:36:44: Und dass so'n bisschen jetzt wieder ja unbekannter geworden.

00:36:48: oder weißt du dann noch was?

00:36:50: gibt's da irgendwie eine App oder ne Homepage Also das Büro, Menschen die ihr Beruf weitergeben wollen über verschiedene Nächte für Personen, die was suchen.

00:37:04: Gibt es da gerade Informationen darüber oder muss man das Initiativ selber in die Hand nehmen?

00:37:11: In der Pandemiezeit war es möglich dass eben gewisse Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden konnten Aus der Notlage halt eben heraus.

00:37:27: Aber grundsätzlich ist dieses nichts müschlich, weil die Gesetze halt eben... so sind, dass diese eben gewerbliche Räume sind und diese nicht vermietet werden dürfen bzw.

00:37:43: da kein Mietverhältnis geschrieben werden darf.

00:37:46: Und das ist halt eben eine Problematik die der Berliner Senat auch endlich erkannt hat und erkannt.

00:38:02: Der neueste Schritt, da muss man halt eben auch sehen wie sich es entwickelt ist tatsächlich das vor der Sommerpause bis Ende Juni.

00:38:12: Das Gesetz gelesen und in Julien krafteten soll für einen Mietkatastor Wo genau geprüft wird, wo sind Mietmöglichkeiten?

00:38:22: Wo wird Schlendria angetrieben.

00:38:25: Wo sind Wohnungen im Ferienwohnmarkt angepackt was nicht ist.

00:38:34: Wo wird überteuert untervermietet mehrfach vermietet?

00:38:40: dieses wird jetzt alles angegangen um mehr Wohnraum zu schaffen.

00:38:46: Und andererseits, ich hatte letzte Woche beziehungsweise am sächsen Fünften ein Bürgergespräch mit unseren regierenden Bürgermeister mit Kai Wegner und da ich ja von der Union bin habe ich halt eben auch die Oblachlosigkeit und die Oblagproblematik rund um den Alexanderplatz angesprochen.

00:39:14: Meine eigene Geschichte, ihn auch mitgeteilt.

00:39:18: Die ihn auch interessierte, sehr Interessierte sogar und wir haben schon mit anderen Mitstreitern und mit der Deutschen Bahn Gespräche geführt die uns zwei Räumlichkeiten zur Schifffrügung stellen wo man eine Tagestätte bzw seine Vierundzwanzig Sieben Einrichtungen machen kann für wohnungsobdachlose Menschen gerade auch in der Winterzeit, dass sie sich da aufhalten können.

00:39:50: Ich habe ihn den Entwurf vorgelegt.

00:39:52: er war sehr begeistert.

00:39:54: er hat dieses dann auch angenommen und zur Chefbrache erklärt.

00:39:59: Und solche Dinge sind dann halt eben auch müchlich, wenn man die richtigen Wege auch in der Politik geht.

00:40:07: Das wollte ich auch noch mal sagen und das ist jetzt für mich ein sehr großer Anreiz weil ich bin heute nochmal aufgefordert worden nochmal Artikel nachzureichen was ich getan habe um auch mehr in den Bereichen der Wohnraumversorgung aktiver zu werden.

00:40:26: Super, das ist ja echt ein Riesenerfolg.

00:40:29: Dass er dir überhaupt zuhört und dich ernst nimmt und wahrscheinlich dann auch noch mal einladen wird.

00:40:35: Genau was ich natürlich stark hoffe, dass es jetzt nicht nur für die Kommunalwahl, für die September-Berlin-Wahl so ist, dass er sich dafür interessiert.

00:40:45: Ich hoffe wirklich, dass der das dann auch durchsetzt und so realisiert wie er das dann dir oder euch als UFO Verspricht.

00:40:54: Wahrscheinlich müsstet ihr euch das alles so ein bisschen schwarz auf weiß dann auch bestätigen lassen, ne?

00:41:00: Weil vieles was dann gesagt wird ja wir wissen es ja alle da nicht unbedingt.

00:41:06: Aber hast du denn eine genaue Strategie, dass zu ihnen wirklich fest nageln kannst?

00:41:14: Die habe ich tatsächlich!

00:41:16: weil die zwanzig Minuten Gespräch, die ich mit ihnen geführt habe – die war natürlich Wahlkampf betont.

00:41:24: Das ist mir alles ganz klar, das weiß ich auch!

00:41:27: Aber er hat halt eben auch taktische Fehler begangen.

00:41:32: Er hat mich tatsächlich als Privatperson da gesehen und nicht richtig realisiert, dass ich für die Union für Obdachlosenrechte dort vorgesprochen habe die er hätte gar nicht machen dürfen.

00:41:49: Und damit kann ich ihn einmal fest nageln.

00:41:54: und auf der anderen Seite, dass das was ich Ihnen vorgelegt habe ist ein fertiger Entwurf gewesen.

00:42:01: Die Deutsche Bahn hat sich bereit erklärt die Räumlichkeiten frei zu geben Möchte natürlich schon auf der Senatsebene dann halt eben auch die Mietkosten gezahlt haben.

00:42:11: Das ist jetzt halt nur noch der Punkt beim Senat und bei der Sozialsenatorin Frau Kieselteppe, die hat das den Entwurf schon vorliegen.

00:42:22: Und von daher ist es für mich – und sollte es für uns, für Upo nicht mehr das große Problem sein, dieses denn auch zu fordern und

00:42:31: durchzusetzen.".

00:42:33: Genau!

00:42:34: Ihr hattet ja zum ersten Mai eine ganz tolle Aktion im Grunewald.

00:42:40: Jetzt würde mich natürlich interessieren, wie ist die Aktion gelaufen?

00:42:45: Konntet ihr da auch eure Forderungen lautstark nicht nur der Nachbarschaft sondern hoffentlich auch der Politik und Menschen die Entscheidungen mittragen vielleicht weitergeben.

00:42:56: Was sind so deine Eindrücke gewesen wenn du einfach so ganz frei teilen willst?

00:43:00: Ja also wir hatten zwar nicht unbedingt aus der Sicht den idealsten Standort Muss ich sagen, aber trotz allem ist es für uns ein mega Gewinn gewesen.

00:43:14: Dass wir halt eben genau da gewesen sind weil auf dem Teil der Straße halt eben tatsächlich auch die Anwälte und halt eben die wichtigsten Leute da aussaßen Und wohnten natürlich nicht da, sondern wohnen Die sich natürlich aber nicht so geblickt haben.

00:43:33: Aber dann erzähle ich zum Schluss noch eine süße Anekdote Nicht total Lustig fand, merkwürdig aber lustig.

00:43:43: Naja jedenfalls war es eine ganz ganz tolle Geschichte.

00:43:49: Wir hatten uns natürlich was Sportliches ja auch dann da überlegt weil sie halt eben auch nur wegen Olympia wegen der Olympiageschichte und so Ja auch ging.

00:44:04: Der Unterschriftenstand waren dann auch Erste Offizielle, der denn da war neben der Öffnung.

00:44:12: Denn sie zwei Tage vorher halt eben am Roten Wartos noch waren und die ist auch sehr gut angenommen worden.

00:44:21: Ich kann jetzt nicht wirklich sagen wie viele Unterschriften aber es waren bestimmt achtzig oder hundert Unterschriften, die wir da gesammelt haben.

00:44:29: Wir hatten dann von Ufo ja selber auch einen Entwurf stand Der auch sehr angenehm wurde.

00:44:37: Wir hatten von wo selber dann auch Werbematerial.

00:44:41: Ich hatte meinen Sprachkaffee-Banner aufgehangen, der auch gut reflektiert worden ist und fotografiert worden war.

00:44:50: Dann hatten wir noch jemand dabei, die darauf aufmerksam gemacht haben wie wichtig es doch ist das SEZ, das Sporterlebniszentrum in Lichtenberg zu erhalten Und auch in der Form, wie es jetzt ist zu erhalten und nicht durch Abriss- und Veränderungsbau und zu vernichten.

00:45:16: Wo ich auf Fall zugestimmt habe, weil das ist ein wirklich tolles Ding.

00:45:20: Das muss wieder hergestellt werden!

00:45:24: Ja, das SEZ.

00:45:26: Das waren zu DDR-Zeiten das größte Erlebnisbad wo halt eben wirklich alles dabei gewesen ist.

00:45:34: Wo man kegeln konnte ein großes Schwimmbad, wo man Sport treiben konnte.

00:45:40: Wurde diskutieren, wohnt eine richtig, richtig große Wochenendfreizeit Eventlocation gewesen und ich habe es zum Teil auch gesehen Mega mega toll.

00:45:53: Und dann hatten wir halt eben auch ein Super DJ und Glück gehabt, dass wir eine mobile Soundanlage dazu bekommen haben, das wir über Solarstrom den Strom unter uns richtig gut beschallen konnten.

00:46:12: und was mega angekommen ist war unser Bobbica Event Als Sporterlebnis, da sind bestimmt zwei, dreihundert Leute.

00:46:22: Erwachsene Kinder, die sind da mega begeistert gewesen und das war wirklich der Runner und das lief alles total mega!

00:46:33: Das waren richtig erfolgreich.

00:46:36: auch am Hauptplatz war das sehr gut.

00:46:40: ich hatte dann auch meine Redezeit Und ich habe auch dann klar und deutlich auch gesagt, um was es geht.

00:46:50: Wie wichtig das ist, dass es wirklich nicht eine Olympiade hier in Berlin braucht sondern eher ein Expo, um mehr für die Menschen etwas zu tun und über die Expo auf Wohnraummöglichkeiten zu schaffen.

00:47:06: Nur noch mal drei der wichtigsten Gründe warum es eigentlich nicht so gut ist wenn hier der Olympiader in Berlin ist?

00:47:15: Die wichtigsten Gründe sind natürlich immer die Verdrängung, Vertreibung der Menschen von ihren gesicherten und ihren Lebensorten.

00:47:26: Das ist immer ein ganz, ganz wichtiger Punkt.

00:47:29: und der andere Grund ist tatsächlich von der Politik wird gesagt dass es auf jeden Fall für die Menschen Vorteile ist das noch mehr Wohnraum gebaut wird.

00:47:39: Dass es wieder die Sportstätten wieder aktualisiert sind, dass es für den Menschen mehr bringt.

00:47:46: aber das sehe ich alles eben nicht so.

00:47:50: Und der dritte negativste Bereich was auch ganz viele halt eben sagen dass für Berlin eben gar nicht geht, hundert Jahre nach den Nazi-Spielen von damals Herrn Hütler.

00:48:04: Und das kann einfach gar nicht sein.

00:48:08: und das schließt für mich die Jahre thirty-six, vierzigundvierzig ein.

00:48:14: in all den zwölf Jahren darf keine olympischen Spiele hier in Berlin stattfinden.

00:48:20: Das sind für mich drei Hauptgründe warum es nicht herkommen darf.

00:48:26: Danke, Uwe.

00:48:27: Finde ich auch alles sehr nachvollziehbar!

00:48:30: Also ja... Ich finde es so bereichernd mit dir zu reden und ich könnte mit dir wahrscheinlich noch drei Stunden weiterreden.

00:48:38: Ja, ich habe gerade noch gedacht im Umgang mit obdachlosen Menschen also wirklich Menschen die wir sehen das ist ja wirklich hat auch zugenommen teilweise auch in Kiezen, hier in Neukölln.

00:48:52: Dass die Menschen leider sehr sichtbar sind und dass sich aber viele Nachbarin oder viele Menschen sehr unsicher sind wie sie im Umgang mit den Menschen sein sollen.

00:49:04: Viele haben da noch sehr starke Berührungsängste.

00:49:08: Und daher möchte ich dich fragen, was sind so die drei einfachsten Dinge, die man einfach machen kann?

00:49:15: Wenn man ein Mensch sieht der einfach in Not ist und er vielleicht eine warme Mahlzeit braucht oder einen Tee braucht.

00:49:21: Es ist ja eigentlich nicht viel, was man anbieten kann.

00:49:26: Ja, das ziegelt ja jetzt natürlich.

00:49:28: Gerade dann war es das auf Winterzeit.

00:49:31: Das ist so ein bisschen mehr die kälte Zeit, die Kältehilfe.

00:49:35: aber da wir jetzt ja auf den Sommer drauf zugehen ab ersten Juni ist ja offiziell auch die Sommerzeit.

00:49:44: Und da möchte ich eher nochmal mein nächstes tolles Lieblingsprojekt, was sich im letzten Jahr mitgestartet habe.

00:49:55: Ein Hützel für Projekt, das wir auch in Neukölln und der Magdalenenkirche in diesem Jahr wieder zum Start bringen.

00:50:04: Es geht am ersten Sechsten bis zum und wir werden dieses Jahr drei Monate dort das Projekt laufen lassen.

00:50:15: Und da geht es mir tatsächlich darum, unabhängig ob es jetzt wirklich richtig heiß ist oder so durchwachsen wie im letzten Sommer dass die Menschen einen Ort finden wo sie zur Ruhe kommen gerade in der Mittagszeit weil da ist es nämlich auch immer sehr stressig Da kann es auch sehr heiß sein, dass man dort einen Schattenplatz findet.

00:50:40: Dass man da gekühlte Getränke vorfindet oder auch warme Getränken, weil das sind für die wohnungsobdachlosen und bedürftigen Menschen immer die wichtigsten getränke tatsächlich warmegetränke Tee, Kaffee oder auch eine heisse Milch Und dass es halt eben dann auch leichte Snacks dort gibt, wir könnten auch eine Suppe anbieten und was halt eben auch so gebraucht wird.

00:51:08: Und im Sommer ist das dann auch ganz wichtig, dass man Damalschlafsäcke anbietet und halt eben auf Verpflegung und Sommerkleidung, was man braucht und vor allen Dingen auch Unterkleidungen, T-Shirts oder Wäsche für Damen.

00:51:27: auch die Hygiene-Artikel.

00:51:29: Und das ist für mich jetzt in den nächsten drei Monaten ein ganz, ganz wichtiger Punkt und da habe ich im letzten Jahr daraus gelernt weil die Menschen kommen nicht so ganz einfach auf einen zu... man muss auf denen zugehen den behutsamen Ansprechen, eine Kleinigkeit in der Hand geben und damit mehrfach.

00:51:53: Und dann kommen die Menschen auch auf einen zu.

00:51:56: Das ist der ganz wichtige Punkt!

00:51:59: Wenn es nur mit einer Stulle im Brotpapier und einem kleinen Zoff trinkt das reicht allein schon um den Kontakt herzustellen.

00:52:09: Vielen Dank Also wirklich, das ist ja auch nicht schwer.

00:52:12: Wir können da alle unseren Beitrag verleisten und ich danke dir Uwe!

00:52:16: Du bist so eine interessante Person die uns so viel mitgeben kann an eigenen Erfahrungen und Wissen und ... Ja... Ich freue mich dass wir diesen Podcast aufgenommen haben und euch vielleicht damit ein bisschen sensibilisieren konnten.

00:52:33: Und mir selber persönlich macht es sehr viel Hoffnung Dass es dich gibt, dass es UFO gibt Das ist aber auch viel Engagement hier in Kreuzberg und Neukölln gibt, woher eure Aktion im öffentlichen Raum eben auch durchführen könnt.

00:52:49: Genau das macht mir gerade sehr viele Hoffnung an diesem schweren Wahljahr.

00:52:54: deswegen alles Gute dir und Ufo!

00:52:57: Und vielleicht auch von dir was macht dir Hoffnung?

00:53:02: Was mir Hoffnung macht, das ist tatsächlich neben dem Projekt was ich ja eben schon sagte.

00:53:08: Die Hitzel für was ich jetzt mitbegleite die drei Monate mein weiteres Projekt da hatte ich am ersten Teil ja auch schon etwas drüber gesprochen des Sprachcafé-Verwohnungs Obdachlosemenschen.

00:53:22: Wir haben jetzt unseren neuen Standort in Angriff genommen Da läuft es sehr gut und ich möchte euch tatsächlich darauf sehr, sehr gerne zu einladen.

00:53:33: Wir sind bei Trial Error in Tauschladen und der Braunschweigerstraße Achtzig immer Freitags von vierzehn Uhr dreißig bis um diebzehn-Nur-dreißig Und das ist für mich auch ein Herzensprojekt und wir wünschen uns tatsächlich dass ihr auch selber gerne mal vorbeikommt und einfach mal reinschaut, was wir da so machen.

00:53:58: Und dass ihr gerade da auch die hilfsbedürftigen und bedürftige wohnungsobdachlosen Menschen aus einer anderen Sicht kennenlernt und da auch verstehen könnt wie wichtig einmal die Arbeit von der Union für Obdachlosenrechte ist und wie wichtig es auch ist diesen Menschen zu helfen das deutsche und die deutsche Sprache besser zu verstehen.

00:54:21: Dazu möchte ich euch nochmal ganz herzlich einladen und ich danke ganz herzlich, dass ich an diesem Podcast teilnehmen durfte.

00:54:31: Okay dann nehme ich das als Schlusswort!

00:54:33: Ich danke dir auch noch mal und ich wünsche dir wirklich von Herzen alles Gute!

00:54:37: Tschü tschü!

00:54:38: Ciao ciao!

00:55:02: Annechtat.

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